Zuversicht, Kraft, Familie und Freunde

Hallo ihr Lieben- dieser Beitrag ist für euch!

Ich habe in den letzten Wochen Besorgnis, Zuversicht, Hoffnung, Mut, Vertrauen, Traurigkeit und Lebensfreude in den Gemütern meiner Freunde und meiner Familie gelesen/gehört/gesehen. Danke dafür! Egal was es ist und sein wird, es hilft mir ungemein zu wissen, dass ihr (wenn auch nur in Gedanken) da seid und mich begleitet.

Ich muss schon sagen, ihr seid ein ziemlich „kranker“ Haufen XD. Was ist schon normal und wer glaubt, dass das Leben nur aus gesunden oder nicht behinderten Menschen besteht? Wäre ja unnormal, aber wem sage ich das. Natürlich hofft man, dass es nicht einen selbst trifft- und auch keinen anderen!! :-P. Und im Grunde hat jeder sein Päckchen zu tragen. Das wichtigste ist, dass man lernt damit umzugehen, es schafft sein Leben so Lebenswert wie möglich zu gestalten und damit zufrieden ist.

Leukämie, Gehirntumor, Schilddrüsenkrebs, Autoimmunerkrankung, Brustkrebs, Depressionen, Unsicherheiten, Borderline… u.v.m. (Ich sagte ja, kranker Haufen :-P) Aber das macht euch so Liebenswert! Naja zumindest muss da schon ein großer Berg an Liebenswürzigkeit in euch stecken, dass das so geblieben/geworden ist. Es hat euch stark gemacht oder ihr seid dabei stark zu werden oder immer wieder von neuem zu sein.

Das zu wissen bringt mir viel Kraft. Ich weiß an wen ich mich wenden kann, von wem ich, welche Tipps kriege. Zu wissen, dass es keine einfachen Floskeln sind die ich erhalten werde. (Oder grausige Kinderbilder die Krebs doof finden und an Leukämie sterben – Nichts gegen die Bilder und die Kinder, die auf ihre Weise damit umgehen..Aber es ist total unpassend, wenn man mit seinen eigenen Ängsten zu tun hat). Von vielen Kriege ich noch nicht mal eine Verharmlosung. Auch Danke dafür!  Ich glaube es macht mich einfach zuversichtlich, dass wenn ihr es geschafft habt, dann schaffe ich das auch. Dann wirkt meine Erkrankung nicht mehr so erdrückend und auch eure Lebensfreude ist in mir drin, schließlich habe ich ein Teil meines Lebens bereits mit euch verbracht.

An dieser Stelle will ich noch erwähnen, dass meine Familie und meine Freunde recht weit vom Schuss leben- naja eigentlich bin ich es die soweit weg gezogen ist. ^^ Ich kann mich (leider) nicht teilen, also hoffe und freue ich mich auf eure Besuche. Ich werde euch dann mit einer glänzenden „Mr. Propper“-Glatze begrüßen. 😀

Ich habe die letzten Tage darüber nachgedacht wie schwer die Chemo für mich sein wird. Das kann ich eigentlich nur wissen, wenn ich sie habe. Meine Ärztin sagte mir ich sollte es nicht mit dem Schlimmsten vergleichen. Ich denke das mache ich einfach mal^^. Kann ja nicht schaden, weil jeder Krebs, jede Therapie und jede Person anders auf die Nebenwirkungen reagiert. Ich bleibe in diesem Punkt einfach erstmal offen für alles und hoffe auf das wenigste XD (bleibt mir ja nichts anderes übrig).

Aber was würde ich ohne meinen Freund und ohne Kami- unserer Katze machen. Ich würde ziemlich verrückt werden. Wir haben bisher jeden Schritt gemeinsam durchgemacht. Zusammen gehofft, geweint, auf fast jedem Weg zum und vom Klinikum das Onko-Kampf-Theme „Veldt“ von Final Fantasy 6 (mehr oder minder gut) gesungen ^^ (Ja, das Super Nintendo-Spiel). Auch wenn er nicht direkt aktiv sein kann, so gibt er mir doch Zuversicht, klare Gedanken, eine Hand die mich festhält. Er ist einfach da und will auch beteiligt sein. Ich nehme dich mit und halte auch dich fest. Schließlich bin ich nicht die einzige die damit belastet ist.

IMG_0035Dann kommt noch dieses junge Mädel namens Kami :D. Kami ist die Wucht! Wir haben ca. drei Jahre damit verbracht uns Gedanken über eine Katze zu machen. Vor zwei Wochen haben wir es endlich geschafft in die Tat umzusetzen. Seit dem bereichert sie unser Leben (Tag und Nacht). Katzenbilder machen ja schon glücklich XD aber dann das Verhalten live zu sehen ist einfach eine tolle Ablenkung. Ich will das hier nicht weiter ausführen.. außer ihr wollt noch weitere niedliche Katzenbilder, dann gibt’s die in einem extra Beitrag ;-).

Ihr seid die besten. Ich bin so froh, dass es euch gibt!

(Mal gucken was ich in 4 Monaten sage :P)

 

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8 Antworten zu Zuversicht, Kraft, Familie und Freunde

  1. A. M.-Pieper schreibt:

    Hi Kathrin,
    wir sind in der Tat bei Dir und denken an Dich!
    Du hast es geschafft, mir mit deinem Blog ein „Oooh Kathrin!“ entgleiten und 1 Träne fallen zu lassen. Sonst rede ich über das Thema Krebs ja eher wie trocken Brot (mit einer gewissen Oldenburg-/Osnabrückerin erst recht).
    Das Wort „zufrieden“ ist der Auslöser dafür gewesen. Ich wünsche Dir, dass Du, nach all dem, was jetzt auf dich zu donnert, diesen Punkt und eine gewisse Ruhe wieder einmal für dich erreichen wirst.
    Morgen ist es dann soweit, oder? Bestimmt stehst Du voll im Gefühlschaos und kannst nicht ruhig sitzen bleiben, läufst ständig auf und ab.
    Spätestens in einem Jahr reden wir mal, wie es dann für dich weitergeht, wie versprochen 😉 !

    Übrigens deinen Namen finde ich auch etwas krass „Onkobitch“. Doch du weißt ja, dass ich immer schon etwas konservativer eingestellt bin. & Andrerseits lese ich auch indirekt, dass du ein „bischen“ sauer darüber bist, dass es dich getroffen hat. Und shit happens, dann lass es eben raus…auch mit so einem Namen, wobei ich finde, dass du keine Bitch bist.

    Zum Anderen tendiere ich auch zu Mützen und Tüchern. Parücken sollen oft kratzen und vor allem gibt es im Moment so schicke selbstgenähte Mützen und Tücher, ganz flauschig und weich, die hätte ich auch gern gehabt,

    Ganz liebensgewürzige Grüße aus Rinteln,
    Andrea.

    P.S.: Verzeih‘ wenn ich in dieser multimedialen Welt nicht so oft hier sein werde. Ich bin in dieser nicht so zu Hause und froh diesen Blog überhaupt gefunden zu haben. Simse dann wohl besser mal.

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  2. A. M.-Pieper schreibt:

    PS.: Finde gut, dass Du Deine Gedanken im Blog verschriftlichst!

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  3. onkobitch schreibt:

    Danke Andrea für deinen Post.

    Du hast recht, ich war wütend als ich die Diagnose bekommen habe und aus dem ganzen Hin und Her mit meiner Frauenärztin kam dann der Name (Siehe unter „Die ONKOBITCH“) steht auch wie das entstanden ist. Der Name ist eher die Kampfansage gegen den Krebs. Ich kann nicht wirklich auf etwas wütend sein das einfach aus sich selbst entsteht aber die ganze Situation hatte mich schon wütend gemacht. Ich denke es ist das ganze drum herum.
    Ich drück dich fest. Danke meine Liebe!

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  4. Pingback: Das Gewitter in mir | onkobitch

  5. Rainer Herda schreibt:

    Ich weiß nur dass ich sehr oft in Gedanken mit dir und bei dir bin und einfach nur alles erdenklich Gute wünsche. und ich muss sagen dass ich sehr beeindruckt bin darüber wie offensiv du mit deiner Krebserkrankung umgehst. Ich hab da nen Riesenrespekt davor! Ich drück dich nochmal ganz arch lieb!

    Liebe Grüße aus der Vorderpfalz! Rainer

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    • onkobitch schreibt:

      Vielen lieben Dank Rainer 🙂 Ich kann mir vorstellen, dass es für den ein oder anderen noch ein Tabu-Thema oder so schmerzlich ist, dass man es nicht offensive verarbeiten kann/mag. Ich komme damit besser zurecht, es in die Welt zu schrei(b)en. Vor allem ist es ein Teil meines Lebens geworden und formt sich zu einem Teil meines Selbst. Von daher möchte ich mich so zeigen wie ich bin… u.a. Haarlos XD. *Drücks* und Liebe Grüße zurück!

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