Gesundheit geht durch den Magen!

Wenn es um Krankheiten geht fliegen einem nicht nur die vielseitigsten Symptome um die Ohren, sondern auch die passenden Heilmittel. Werbung, das Internet, Apotheken, Ärzte, Freunde und Familie sind die Überbringer der heilbringenden Kapseln, Hausmittelchen oder Tinkturen. Doch was ist die beste und Smileeffektivste Methode? Was bringt die Heilung und was wirkt wirklich? – Eine einfache Antwort gibt es nicht!

Mit der Diagnose Krebs kommt die Unsicherheit und Angst ins Haus. Bilder von kahlköpfigen kotzenden Menschen, die aufgrund ihrer Chemo ans Bett gefesselt sind, sich kaum noch heraus trauen und daran sterben. Nagut, ich übertreibe da ein wenig aber das Übergeben aufgrund der Chemotherapie ist immer noch ein großes Thema, das zumindest in der Brustkrebsbehandlung kaum noch auftritt und auch die Heilungschancen sind immens gestiegen. Ich habe so viel über die zahlreichen Nebenwirkungen gelesen, dass ich am Anfang doch ziemlich besorgt war. Wie geht es dann erst meinen Freunden und Verwandten? Ich erwähne hier zur Beruhigung aller: Meine Nebenwirkungen der Chemo sind gering: Müdigkeit, etwas trockenen Mund mit gelegentlich leichten Entzündungen, Haarausfall, trockene Haut und mehr Durst.

Ich bin ein Verfechter der Schulmedizin und bin der Meinung, dass die Chemotherapie die alleinige gezielte Behandlung ist, um den Tumor und seinen rasanten Zellwachstum zu zerstören. Zusätzlich glaube ich auch an die Wirkung von Pflanzen, wenn diese nachweisbar im Medikament enthalten sind. In diesem Punkt sprechen wir von der Naturheilkunde. Leicht fällt diese auch in  die Alternativ- oder Komplementärmedizin herein- unterscheidet sich aber grundlegend von der Homöopathie die wohl bekannteste Methode (es gibt da noch unzählige andere Methoden)- die derzeit wie Pilze aus dem Boden sprießen. Charakterisch für diese Behandlunsgform: sie hat keine nachweisbare Wirksamkeit und ihre Annahmen sind nicht wissenschaftlich anerkannt.

„Wenn es viele nehmen, dann kann es ja nur gut sein.“

Der Fehlschluss bei manchem Gedankengut ist der, dass man meint das ein Medikament für alle möglichen Krebsformen oder Krankheiten helfen kann. Dabei ist die Erkrankung so wie der Mensch und dessen Immunsystem so individuell, dass das gar nicht möglich ist. Auch nicht jedes Präparat wirkt sich positiv auf die Chemotherapie aus. Es sollte immer mit dem Facharzt abgesprochen sein.

Ich denke schon, dass die Psyche eine bedeutsame Rolle in der Behandlung spielt. Würde ich nicht an die Medizin glauben, hätte ich ein stärkeres Problem meine Schakeline und die Chemo zu akzeptieren. Das würde meine Wahrnehmung auf meine Nebenwirkungen verstärken und auch mein Immunsystem würde zusätzlich angegriffen sein. Ganz zu schweigen von einer möglich aufkommenden Depression.

Nun gut was hat es nun mit dem Magen auf sich?!

Bruchetta Ich gehöre zu den Glücklichen, die kaum Einschränkungen darauf haben was sie essen können. ich hoffe das bleibt auch so. Ich darf nicht: Rohes Fleisch wegen der Bakterien sowie Soja-Produkte, Grapefruit und Johanniskraut wegen dem Östrogengehalt zu mir nehmen. Andere Gemüsesorten enthalten zwar auch Östrogene aber auch zusätzlich Progesteron, das den Hormongehalt ausgleicht. Da ich eine Krebsform habe die durch weibliche Hormone unterstützt wird, wäre dies kontraproduktiv für die Behandlung. Also nicht jedes Zeug ist gut für mich.

Meine Devise: So wenig wie möglich und so viel wie nötig. Ich habe auch keine Lust neben der Chemiekeule noch verstärkt durch Tabletten-Schlucken das Gefühl zu haben Krank zu sein. Anstatt auf zusätzliche Präparate zurückzugreifen versuche ich meinen Körper durch einen gesunden Mineralstoff- und Vitaminhaushalt zu stärken und eben durch meine tägliche Ernährung aufzunehmen. Ich trinke Salbeitee, wenn mein Hals sich entzündet, putze mir nach dem Essen die Zähne um Bakterien im Mund zu reduzieren. So lange ich meine Begleiterscheinungen mit solchen Dingen bewältigen kann, werde ich dies auch tun. Es gibt Lebensmittel die eine gewisse Wirkung auf die Verdauung haben. Man muss also bei Verstopfung nicht gleich auf Tabletten zurückgreifen und kann schon vorweg auf stopfende Lebensmittel verzichten. Ich wiege ca. 45 bei 1,60m. Bin also ziemlich schlank und ja, ich hatte auch Sorgen, dass es durch meine Behandlung den Körper noch mehr negativ beeinflussen könnte. Schließlich gehören Appetitlosigkeit und Übelkeit zu den bekanntesten Nebenwirkungen. Da ich das aber nicht habe und meine Ärztin sich sogar darüber Gedanken gemacht hat, gibt es jetzt die Entwarnung. „Essen sie wie gewohnt weiter“. Ich habe noch zusätzlich hoch energetische Milchdrinks angefordert- mit Vitaminen und Mineralien. Die brauche ich auch nur ab und an trinken und es ja nicht übertreiben. Ich soll schließlich nicht aufgehen wie ein Pfannkuchen. (Die sind übrigens ziemlich lecker, da habe ich heute morgen welche mit Nutella verputzt) 😀

Es gibt da tolle Bücher, die erklären welche Mineralien und Vitamine sich hemmen und unterstützen. Ich denke, dass das sinnvoller ist als sich eine kleinere Menge Tabletten (Schüßler-Salze) täglich oder dann einzuwerfen, wenn der Mangel anscheinend bereits eingetroffen ist. Auch kann der Körper nur eine gewisse Menge an Vitamine und Mineralstoffe aufnehmen. Der Rest wird wieder ausgeschieden.

Im Grunde entscheidet eh jeder für sich was er nimmt und was er macht. Das wichtigste ist, dass bei wichtigen Behandlungen eine Absprache mit dem Facharzt stattfindet.

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Auch ein Stück Kuchen und ein Becher Kaffee können das Wohlbefinden steigern! 🙂 Lasst es euch schmecken!

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