Stand der Dinge

Hallo ihr Lieben!

Ich stehe gerade zwischen den Behandlungen- mal wieder! Wie unter Shit-Poker bekannt, hat man manchmal nicht den Vorausblick, was da so auf einen zukommt in näherer Zeit. Alles hängt nun von einer Karte ab- Kann ich die Pik-Dame nun endlich auf den Ablagehaufen legen oder nicht.

Vor 4 Wochen lag ich zum ersten Mal auf dem OP-Tisch um Schakeline loszuwerden. Eine Mastektomie lag vor mir. Danach schaute der Pathologe auf das entfernte Gewebe und entdeckte noch, angrenzend am gesunden Gewebe, Tumorzellen. 2 Wochen nach der Haupt-OP hieß es dann noch ein weiteres mal unter’s Messer, es wurde nachreseziert, also erneut etwas vom gesunden Gewebe entfernt.

Die Operation dauerte vielleicht eine halbe Stunde. Die Prozedur war etwas anders, der Eingriff auch nicht so groß. Kurz und Knapp, es wurde etwas Gewebe unter der Haut entfernt und der Arzt hat vorsorglich nochmal den gesamten Bereich bearbeitet, worüber ich zufrieden bin. Ich möchte nämlich kein drittes mal unter’s Messer. Ich war jedenfalls fitter als bei meiner ersten OP.

Ich sitze auf meinem Sofa. Es hat etwas gedauert bis ich dieses Mal Motivation gefunden habe um etwas zu schreiben. Ich will endlich mich an mein neuen Körper gewöhnen, anstatt darauf warten zu müssen, dass es nochmal in die Klinik gehen könnte. Natürlich muss ich trotzdem damit rechnen, dass der Pathologe etwas finden kann, schließlich sieht mein Chirurg nicht welche Zelle nicht richtig tickt. Das Ergebnis der Tumorkonferenz bekomme ich dann voraussichtlich nächste Woche Mittwoch. Ich habe das Gefühl, dass da nichts mehr ist. Schon komisch, ich habe tatsächlich zwischen der ersten Mastektomie und dem Nachschnibbeln davon geträumt, dass ich noch etwas im Körper habe. Jetzt heißt es Daumendrücken und vom Besten ausgehen aber das „wurst“ case-Szenario nicht aus den Augen verlieren.

Ach zwei positive Dinge nehme ich von der aktuellen OP mit!

Ich hatte nach der Mastektomie Probleme mit meiner Sehne an der Achsel, dadurch hat es bis in mein Handrücken gezogen und an der Narbe meiner linken Brust hat die Haut gezwirbelt. Beides ist jetzt weg. Ich kann meinen linken Arm viel besser bewegen und das Gefühl auf der Brusthaut ist viel besser. Dadurch drückt auch nicht mehr Tittula, meine Stofftitte :D. Danke an den Chirurgen!

Vakuumpflaster

Gestern war ich dann auch bei der Abnahme meines Vakuumpflasters! Der lag oberflächlich auf meiner Naht und hat die Haut drumherum zusammengezogen, damit die Narbe mit weniger Druck zusammen wächst. Das hat im halbstunden-Takt (mehr oder weniger) ein Geräusch zwischen Pfurz und Schnurren von sich gegeben. Ich habe mich nie gänzlich dran gewöhnt. 😀 Aber jetzt bin ich es los! Ich könnte glatt singen: „Kabellos, durch die Stadt…“Naja gut, ich lasse es lieber XD…das gibt scheußliche Ohrwürmer.

Auch wenn ich mich gerade mit meinem Vorartikel etwas überschneide und ich selbst meinen Humor etwas vermisse brauche ich diese Wiederholung um wieder ins bloggen reinzukommen :D. Außerdem tut ja so ein aktueller Stand ja auch euch gut um zu wissen 😀 das ich noch da bin und es weiter geht!

Liebe Grüßé

Eure Onko

Dieser Beitrag wurde unter Körper, Operation, Therapie abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

3 Antworten zu Stand der Dinge

  1. rommyscats schreibt:

    Weiter so! Ganz liebe Grüße!!!

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  2. holladihia schreibt:

    Liebe Onko,

    als ich gestern Deinen Beitrag gelesen habe, kam mir in den Sinn, wie gerne ich Dir die Last abnehmen würde, die Du zu tragen verdammt bist oder Dir wenigstens dabei helfen zu können, sie zu tragen. Und wieder kam die Hilflosigkeit und Ohnmacht ins Spiel, über die wir bereits gesprochen haben. Aber ich sehe auch kleine Lichtblicke. Und wenn es „nur“ die Sehne an der Achsel und das Entzwirbeln der Haut sind, so sind das doch Fortschritte in die richtige Richtung. Fortschritte nach vorn, Fortschritte in Richtung Wohlbefinden, Fortschritte, die Dich tragen und Hoffnung schöpfen lassen. Und das freut mich so ungemein für Dich. 🙂 Ich hoffe und wünsche, dass es nun immer weiter vorwärts geht und wenn eben in diesen Minischritten, dann eben ganz langsam. Schritt für Schritt, Tag für Tag. 🙂

    Liebe Grüße und Wünsche für ein fröhliches Osterfest,
    holladihia

    Gefällt 1 Person

    • onkobitch schreibt:

      Liebe Holla, danke für deinen Beitrag. Ja, es geht voran in kleinen aber stetigen Schritten! Ich bin etwas müde aber voller Hoffnung und gespannt auf das was kommen wird. 🙂 Ich habe heute meinen Balkon etwas auf Vordermann gebracht :D, für mehr Wohlbefinden in den eigenen 4 Wänden. Das tat gut- natürlich alles schön vorsichtig!

      Dir auch schöne Ostern.
      Lg Onko

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