Ärzte und haarige Angelegenheiten

KamiÄrzte sind ja teilweise schon wie von einer anderen Welt. Ist man Gesund bekommt man sie alle Jubel- Jahre erst bei einer richtig fiesen Erkältung zu sehen, doch hat man etwas langfristiges an der Backe, so wie ich die Schakeline in der Brust, kann ich die Kittelträger glatt schon zu meinem Freundeskreis zählen- so oft läuft man sich über den Weg.

Mit Tierärzten ist dies eher weniger der Fall. Glücklicherweise kann ich da nur sagen. Zu meinem und der Katze Wohl ist es wünschenswert, den Arztbesuch tatsächlich nur auf einmal im Jahr zu begrenzen.

Ich saß gestern Abend bereits aufgeregt am PC und habe mich mental auf die Autofahrt zum Tierarzt vorbereitet. Ich weiß nicht was es ist aber seit dem ich meine Chemo und Anhang hinter mir habe, fühlt sich das Autofahren einfach nur unsicher und somit unangenehm an. Es beginnt schon mit den Gedanken darüber zu hegen wie: „Pass ja auf, dass du beim Ausparken kein Auto rammst.“ „Weißt du überhaupt noch alle Straßenregeln von A nach B zu kommen?“ „Pass auf die Fahrradfahrer und Fußgänger auf und hoffentlich würge ich das Auto nicht bei einer Ampel ab oder rolle rückwärts“ Das rückwärts Einparken kann ich derzeit knicken, weil ich Angst habe irgendwo gegen zu fahren. Das sind alles Gedanken aber ich überlege einfach nochmal ein paar Fahrstunden zu nehmen.

So sitze ich also schon ziemlich nervös am PC und vertrödel mir die Zeit, damit ich auch ja einschlafen kann. Morgens im Bett ist der erste Gedanke das Autofahren und hoffe, dass das Wetter einfach so schlecht ist, dass wir den unangemeldeten Tierarztbesuch verschieben. Nagut, Arschbacken zusammen kneifen und es einfach durchziehen, es geht ja um das Wohl der Katze. Außerdem war ich sonst auch eine sehr gute Autofahrerin.

Nachdem ich erfolglos versucht habe die Katze in den Rattankorb zu locken und feste reinzuschieben. Sind wir dann in der ersten Autofahrt zum Tiermarkt gefahren und haben dort eine Transportbox gekauft. Die Tür ist einfach verschließbar und das ganze Ding ist Pinkeldicht und gut zu reinigen. Zu Hause angekommen überlasse ich den zweiten Versuch dann lieber dem Mann mit dem Klicker. Hat super geklappt! Eine Überraschte Kami die nichts peilt und eine Onko im Auto. Zu dritt fahren wir dann los. Beim Tierarzt geht es recht schnell. Katze raus, Thermometer rein, Spritze gezückt und Kami geimpft.

Danach ging es leider nicht mehr ganz so entspannt nach Hause. Der ganze Stress wird der Katze zu viel. Laut maulend und leidend hechelt sie wie wild. Kami hat entweder ziemlich blödes erlebt in ihrer Zeit vor uns oder die Autofahrt war dann doch zu viel für ihre Reiseübelkeit. Sie sabbert ziemlich doll  und gibt dann sehr geruchsintensiv ihre Häufchen zum Besten. Dank der Autolüftung gibt es jetzt kühlen Katzenkot Duft, mitten ins Gesicht.

Zu Hause angekommen verkriecht sich Kami panisch unter das Schlafzimmerbett und ich atme tief durch. War doch etwas anstrengend. Katze K.O. und Onko müde. Mit allem drum und dran habe ich dann tatsächlich meinen Schlaf benötigt. Zwei Stunden hat mich das Ganze ausgeknockt. Das Autofahren war ok. Ich bin nirgends gegen gefahren, habe Fahrradfahrer früh genug erkannt und musste auch nirgends abwürgen. Dennoch alles unter einen Hut zu bekommen, was die Konzentration vorher mit links stemmen konnte ist nicht mehr. Ich gehe lieber zu Fuß!

Liebe Grüße

eure Onko

 

 

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3 Antworten zu Ärzte und haarige Angelegenheiten

  1. UɐɹɟʇɐʞıuU² schreibt:

    Dein Schreibstil ist so herrlich!

    Gefällt 1 Person

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