Zwischenstation-Arbeitsamt Teil 1

agenturManche Dinge ändern sich nie. Vor allem die überaus undurchsichtigen Abläufe in Amtsangelegenheiten. Während ich mich vor meiner Krebstherapie damit herum schlagen musste wer mich finanziell unterstützt, stecke ich nun zwischen der Drehtür der Arbeitsvermittlung.

Ich bin bin jetzt seit gut 2 Monaten offiziell GESUND geschrieben. Dass man so etwas wie die Gesundheit nach einer Krebstherapie nicht einfach in Schwarz oder Weiß einordnen kann, steht leider nicht auf dem gelben Zettel. Natürlich ist man in den Spinnfäden der Bürokratie und Krankenkassenangelegenheiten gefangen, so das ich noch den seidenen Faden kappe um mir noch ein restlichen Anspruch auf Krankengeld zu behalten. Um aber wieder zurück zukommen: Ich freue mich auf diesen nächsten Schritt, auch wenn ich Stellenweise in Gedankenrasen versinke oder während des Redens vergesse, auf welchen Punkt ich eigentlich kommen wollte. Und mit einem Spritzer Aufregung dazu intensiviert sich das Gefühl der Ahnungslosigkeit mit sofortigem Einsetzen der Synapsenverflüssigung.

Heute war es dann soweit: Ich bin mit voller Aufregung und mit den ersten Vorstellungen meiner zukünftigen Beschäftigung zu meinem Berater gegangen. Nachdem ein Gutachten über meine gesundheitliche Verfassung erstellt und geprüft worden ist, ist es nun auch offiziell, dass ich lebenslänglich nicht mehr in meinen alten Beruf gehen darf. Das ist schon mal eine Aussage. Also nicht mehr zwischen zwölf kleinen Teufeln stehen, die hinter meinem Rücken die Stühle beschmieren und mir auf die Hose sabbern. Einen beim Kuscheln mit der aktuellsten Erkältung anstecken oder das Fitnessstudio ersparen, weil man in gewissen Abständen ein Hanteltraining absolviert. 😀 Sarkasmus mal bei Seite, Krippenkinder sind schon je nach Charakter, Entwicklung und Einfallsreichtum schon sehr bewundernswert.

Im Gespräch kam aber auch raus, dass ich noch den 1. Schritt zu meinem Berufseinstieg machen muss und dazu einen anderen Ansprechpartner bekomme. Das Gutachten sagt nämlich nicht aus, was ich kann und will. Mit Defiziten alleine kommt man eben nicht weiter. Passt ja zu meiner positive Lebenssicht.

Nächste Woche kriege ich dann hoffentlich ein neuen Termin für meine Zukunftsplanung.

Bis dahin, beschäftigte Grüße

Eure Onko

 

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Eine Antwort zu Zwischenstation-Arbeitsamt Teil 1

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