Im Labyrinth der Ämter- Der Wahnsinn geht weiter Teil III

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Plan D- Studium

Es ist mal wieder soweit! Die Mühle dreht sich weiter. Auf dem Weg in die Zukunft greift das Amt des Forderns und Förderns auch wieder in mein Leben ein. Während ich bisher einen angenehmen, wenn nicht doch verwirrenden Start mit meinen persönlichen Sachbearbeitern 1, 2 und 3 hatte, meldet sich nun Informant A aus dem Off.

Bei Informant A bleibt es natürlich nicht. Es folgen noch Informant B und C, je nachdem aus welchem Gebiet die Person anruft. Informant A war hiernach, eine sympathisch klingende Frau aus näherer Umgebung, die mir ein Arbeitsangebot macht. Laut System hänge ich seit 2 Jahren arbeitslos auf dem Sofa rum. Leider versäumen die Behörden, die Informationen wie, „Arbeitsunfähigkeit“ in das Protokoll zu schreiben und bei den Arbeitsvermittlungen anzugeben. Ich darf mir also am Telefon anhören, dass ich ja seit 2 Jahren schon am Planen bin eine Stelle zu finden. Na, Dankeschön!

Ehrlich die Anrufe sind teilweise ganz nett, wenigstens kann man da noch angeben, dass man eine Stelle nicht möchte weil, man sich entweder dem Gebiet nicht gewachsen sieht oder die Eingliederungsmaßnahme, die ich benötige, den Bereich dann doch mehr belastet als gut tut. Jedenfalls und zum Leid meines Druckempfindens, kriege ich fast jeden Tag ein Jobangebot. Sei es telefonisch oder per Brief. Einige kann ich gar nicht ausführen, weil ich leider nicht Türkisch, Iranisch oder eine andere Sprache außer Deutsch, Englisch oder Gebärdensprache kann. Außerdem habe ich ganz andere Pläne!

Plan A, B, C und D

Mein Wunsch und „Traum“ ist es eine Krebsberatungsstelle für Betroffene und Angehörige (in der Nachsorge) vor Ort aufzubauen. MV ist ja eh sehr Fleckenhaft besiedelt. Selbst die Selbsthilfegruppen sind vermehrt in anderen Bundesländern vertreten. Ich brauche also ein Dach auf dem Kopf, Geld mit dem ich dann Leben kann und die ein oder andere Auffrischung bzw. Weiterbildung. Ich habe sogar schon erste Kontakte und hangel mich an der Namensliste entlang. So einfach ist das mit dem Geld aber nicht. Deswegen gibt es da noch keine positiven Ergebnisse.

Plan B

Ich gehe an eine Klinik oder Reha-Einrichtung und arbeite dort als Sozialarbeiterin. Ich möchte gerne wieder Vorträge halten, Beraten und anderen mit Informationen und Ratschlägen weiterhelfen

Plan C

Ich arbeite beim Integrationsfachdienst für Menschen mit Behinderung, wenn möglich Beratung von Gehörlosen und Schwerhörigen.

Plan D

Studium Psychologie- eine tendenzielle Chance für ein 2. Studium hätte ich. Ich brauch „nur“ eine Finanzierung.

Plan E

Ich werde Autorin, schreibe tatsächlich ebenfalls mit 32 Jahren eine Autobiographie und publiziere verschiedene andere Broschüren. Kann man davon leben?

Ich habe viele Ideen, ich bin auch für einiges offen aber ich möchte nicht mehr irgendetwas machen und auch nicht den erst möglichen Vorschlag. Ich würde gerne Zeit und Ruhe bei meinen Bewerbungen haben. Im Moment habe ich das Gefühl, sollte ich mich nicht beeilen dann geht es mir an den Kragen, weil das Geld gekürzt und ich ja Auflagen erfüllen muss. Ich kann mir gut vorstellen, dass das System Menschen krank machen kann. Im Moment ist es ziemlich kontraproduktiv, denn es überfordert mich. Es macht mich auf jedenfall wütend!

Hoffnungsvolle Grüße

Eure Onko!

 

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