Das ging unter die Haut!

seelische-unterstutzungAm Wochenende war es endlich soweit. Eine neue Lebenserfahrung hat sich da in meine Haut gebrannt, oder besser gesagt gestochen! Das laute surren der Tätowiermaschine hängt mir immer noch leicht in den Ohren.  Zum Glück war ich nicht alleine und hatte eine tolle seelische Unterstützung mit dabei! Nein, es war nicht der Hase :D!                                                                            

tattoo-terminJa, ich habe es getan :D! Ich habe mich tätowieren lassen. Ich kann es selber noch gar nicht richtig fassen. Angefangen hat alles mit dem Gedanken, mir nach meiner Therapie ein Stück Körpergefühl zurück zu holen. Es war ein Lichtpunkt für mein Leben nach der Brustkrebsdiagnose und ich bin so unendlich Stolz auf mich ihn gegangen zu sein. Ich habe 1,5 Jahre mit der Idee gelebt, vor einem halben Jahr habe ich den Kontakt zu einer sehr künstlerischen Tätowiererin gesucht. Ich wollte kein Motiv, dass man an jeder Ecke finden kann, ich wollte Kunst und etwas individuelles. Daniela Degtiar vom Black Pepper hat dementsprechend einfach mein Geschmack getroffen. Im Dezember vergangenen Jahres habe ich sie bereits kennen gelernt. Ich war die seelische Unterstützung einer Freundin. Der 25. Februar 2017 soll mein Tag sein.

Wenn du das mit deiner Schakeline hinter dir hast, ist doch das Tätowieren ein klacks!

Ja, das dachte ich auch! Ich bin unverwundbar, Schmerz- frei und alles andere wird im Vergleich zu meiner Krebserkrankung nichtig und klein!

Das klingt doch ehrlich gesagt etwas fishy. Als würde nicht nur irgendwo ein Haken sein, sondern auch noch eine fette Beute dranhängen! Die da ich wäre 😀

Ja, Tätowieren tut so lange nicht weh, wie der/die Tätowiererin die Einzeichnungen macht und den Tisch vorbereitet. Alles andere ist abhängig von der eigenen Empfindlichkeit. Ich werde auch nie wieder über ein beim Tätowieren Schmerzverzerrtes Gesicht grinsen!! Im Gegenteil ich werde mitleiden XD.

Insgesamt hat die ganze Prozedur 4 Stunden gedauert. Für die Vorbereitungen wie ihr sie in dem Bild rechts sehen könnt, haben wir anderthalb Stunden benötigt. Ich wurde enthaart, desinfiziert und mit einem lecker riechenden Kleber beschmiert, um die Shikigamis aus „Spirited Away“ (Anime v. Studio Ghibli) auf meinem Arm zu positionieren.

Dann nur noch den Tisch und den Stuhl vorbereiten und es ging los!

Während meiner Sitzung konnte ich glatt eine Schmerzstudie entwickeln. Je weniger Nadeln in der Maschine um so größer ist der Schmerz und je dünner die Haut um so größer der Schmerz.

armunterlageRichtig fies waren also die Umrisse der Figuren, besonders am Ellenbogen und Richtung Achsel. Die Seiten links und rechts waren ok, während die Front meines Armes total empfindlich reagierte. Alles in allem habe ich 5 verschiedene Schmerztypen wahrgenommen

  1. einzelne Nadel am Ellenbogen= fühlt sich fast nach Schneiden an
  2. einzelne Nadel am Frontarm= klare fiese Stiche
  3. einzelne Nadel an den Seiten= richtig eklig
  4. mehrfache Nadel zum Schattieren= weniger schmerzhaft und an den Seiten kaum spürbar.
  5. mehrfach Nadel zum Schattieren an der Achsel = total gemein.

Trotz der permanenten Schmerzen XD und meine verwirrenden Fragen an die Künstlerin, ging das Tätowieren total schnell vorbei. Zwischendurch hing mein Kreislauf im Keller, es gab dann Süßigkeiten und Cola (siehe Fotos oben). Ich habe mir auch noch was zu Essen mitgebracht und mein neuer Freund, hat mich über alles hinweg getröstet.

Am Ende kam dieses tolle Kunstwerk dabei heraus!

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2 Antworten zu Das ging unter die Haut!

  1. Heidi schreibt:

    sieht toll aus

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Meine Highlights des Jahres: Das war 2017 | onkobitch

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