Step by Step

_MG_0129-„Uhh-Baby!“ Wer hatte bei diesem Titel nicht auch gleich den 90er Jahre Popsong von New Kids on The Block im Kopf?! :D. Spaß muss bekanntlich auch mal sein, vor allem wenn ich mit einem großen „P“ (=Panik) in den Augen auf der Matte meiner Physiotherapeutin liege und ihr von meiner derzeit spannendsten Situation erzähle.

Ich habe ja schon lang genug meine Suche und meinen Einstieg in das Berufsleben nach hinten geschoben. Das Theater war in dieser Hinsicht keine falsche Entscheidung, eher im Gegenteil, das Beste was mir zu dieser Zeit passieren konnte. Jetzt heißt es aber ran an den Speck, besser gesagt ran an meine eigene Zukunftsplanung. So ganz ohne Arbeit geht es ja anscheinend nicht und ich muss mich ins Getümmel der Bewerber stürzen.

Gefühlt ist es wie der Moment, in dem man auf eine Rolltreppe aufsteigen will. Zwei unterschiedliche Geschwindigkeiten treffen aufeinander. Gerade als ich mein eigenes Lebenstempo entdecke komme ich an diese Treppe heran, die in mein Berufsleben führt. Natürlich gefühlt viel zu schnell. Ist das bei euch auch so, dass die Rolltreppe von weitem scheinbar viel langsamer läuft als direkt davor?  Die ersten Takte verpasse ich immer! Und je steiler sie in eine Richtung auf bzw. ab fährt um so schwieriger ist es auch sich auf die Stufe zu steigen. Na ja, zumindest geht es mir so mit meiner leichten Höhenangst. Doch ich frage mich jedes mal: Wann ist der richtige Moment? Kriege ich meinen Körper mit beschleunigt, so dass ich nicht nach hinten kippe? Schaffe ich dann auch den Absprung, wenn ich angekommen bin?

Ich beginne mit einem Eingliederungspraktikum, dass ich mit meinem Berufspraktikum der Sozialen Arbeit kombiniere. Im nächsten halben Jahr werde ich in einer Sozialberatungsstelle sitzen und das ABC der Beratung lernen. Meine Psychologin sagte, dass Beste was mir passieren kann sei über Steine zu stolpern, damit ich so viel Lernen kann wie nur möglich. Ein Praktikum ist schließlich auch ein geschützter Rahmen in dem ich angeleitet werde. Bei meinem Perfektionismus und den Wunsch zu brillieren, kämpfe ich derzeit gegen eine unsichtbare Mauer an, mich locker an mehreren Stellen gleichzeitig zu bewerben. Zusätzlich habe ich jetzt schon das Gefühl ich bewerbe mich nicht für ein Praktikum, sondern eine normale Einstellung. Ich denke ich muss da noch ein wenig Kopfarbeit bei mir veranlassen und wieder ein Gang runterfahren. Fast so als würde ich im ersten Gang 50km/h fahren wollen, obwohl 30km/h im zweiten Gang vollkommen ausreichen.

Mehr als eine Bewerbung pro Tag schaffe ich derzeit nicht. Ich weiß nicht warum aber irgendwie belastet es schon dieses: wo gehe ich hin; wie stelle ich mich vor; was kriege ich für eine Antwort und gleichzeitig aber auch im Hinterkopf zu behalten: Es handelt sich hier um ein gottverdammtes Praktikum.

Hier paart sich also Jahrelang erprobter Druck sich den Erwartungen einer Bewerbung zu stellen mit einem Schritt der sich eigentlich nach meinen Bedürfnissen richtet. Das schwierigste ist doch an sich selbst zu arbeiten. Vor allem wenn man Angst vor dem Ungewissen hat.

Also alles schön: Schritt für Schritt

uhh Baby,

Eure Onko

 

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