A cappella [A- cup- p(a)ella]

Der Gentlemen und ich

Der Gentlemen und Ich (ungeschminkt)

Wortakrobaten, Rhythmusflieger, Beatboxer und Silbensänger. A Capella genieße ich noch seltener als eine Schüssel Paella und dabei muss ich sagen, es gibt da eine Band, die hat mich tatsächlich von den Socken gehauen obwohl ich Schuhe trug. Und das ohne Miesmuscheln!

Nagut, vielleicht sollte ich mich bei meinen geringen Vergleichsmöglichkeiten nicht so aus dem Fenster lehnen aber die „weisen Jungs“ haben mich nicht annähernd so musikalisch und textlich angesprochen wie So! …und nicht anders– Das könnte natürlich ebenfalls daran liegen, dass ich sie nicht Live gesehen habe. Wie schon gesagt, ich habe öfter „a cup“ Paella gegessen als A Cappella gehört. *Asche über mein Haupt*.

Nun aber wieder zu den wichtigen Dingen. Hier geht es um die fünf „Jungs“ von SUNA*, die rund 500 Frauen auf dem Bundeskongress der Frauenselbsthilfe nach Krebs den Kopf verdreht haben. *“So!- und nicht anders“, soll es eben sein.

Das könnte  an den musikalischen Qualitäten und oder an ihrem Charme gelegen haben. Auf witzige Art und Weise greifen sie  rollen- sowie alltags- bezogene Themen auf. Selbst das Ableben findet hier und da seinen Platz in den Songs. So treffen Josef, Christoph, Nicolas, Thomas und Benedikt nicht nur die richtigen Töne, sondern auch den Geschmack des Publikums. Und dabei stehen die Fünf nicht nur als Musiker im Rampenlicht, sie lassen auch mit ihren Charakteren, als Der Gentlemen; Der Poet; Der Macher; Der Schelm; Der Sprengstoff, die A cappella-Sau raus.

Zu dem ganzen Trubel kam ich dann zehn Minuten zu spät. Ich konnte zum Glück, die mir entgegengebrachte Unaufmerksamkeit (volle Konzentration voraus) nutzen, um unbemerkt in den Saal zu treten. Dabei blickte ich mit einem breiten Lächeln Richtung Bandmitglieder um mich wenigstens bei ihnen für die Verspätung um „Entschuldigung“ zu bitten. Ich weiß nicht ob es wirklich ankam :’D aber der Versuch war es Wert. Während mir bereits Sekunden nach dem Hinsetzen die ersten Beats in die Ohren,  durch mein Hirn in den Körper fließt, transformiert sich mein Lächeln in ein Grinsen! Dabei ist das Anhören von A cappella gar nicht mal so einfach. Da reit sich ein hohes „Du du du du“ mit einem tiefen „bau au au au“ gleichzeitig mit einem „Wua wua wuaa“ ein und ganz nebenbei muss man noch den Text verstehen und unter anderem für witzig befinden. Ganz kritisch wird es, wenn man aufgefordert wird mit zu singen. Da hört mein Ohr eher auf das was mein Hirn mir sagt. Peinlich berührt und mit der Hoffnung die Sitznachbarn haben mein Debakel nicht mitgekriegt, gebe ich es auf- meine Stimme ist eh schon mächtig rau. Fazit: A cappella ist  ein Hochleistungssport für Sender um Empfänger.

So richtig emotional gepackt und vom Stuhl gerissen hat mich das Lied „Wann sind wir Glücklich“. Traurig schön, denkt mein Hirn. Schließlich bin ich gerade auf der Suche und Glücklich bin ich derzeit in unregelmäßigen Abständen.  Danke für ein weiteres Lied in meinem Sammelsurium an Seelentröstern und Narbenaufreibern. Aber eins ist wichtig, Glücklich sein ist ein Grundbedürfnis, es birgt Zufriedenheit, Lebensfreude und ist ein Beiprodukt des eigenen Lebenssinn.

Fazit2: Sie haben alles gegeben um die scheinbar schwer zu umgarnende Meute nach langen Sitzeinlagen aufzuwecken und zu Songs wie „Das ist Mainz“, „Ein Lied“ und „Nur einmal“ mit zu singen. Doch es hat sich gelohnt! Am Ende gab es dann standing ovations.

Ich denke mit diesem Eindruck erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eine Portion A cappella zu konsumieren als mir a cup Paella heiß zu machen :D. Danke für den musikalischen Appetithappen 😀

su- su- su- mmende Grüße

Eure Onko

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