Challange Day #2: Alles hat zwei Seiten

Sich über Alltäglichkeiten aufzuregen kann auch etwas positives bedeuten. Es heißt, das das Leben in seiner gewohnten „Normalität“ verläuft. Dass man sich über alltägliche Dinge aufregen kann und dass es einem soweit gut geht. Es gibt dann halt nichts anderes was einem die Energie raubt.

Ich habe gestern eine Umfrage geteilt, ob das Nörgeln auch etwas damit zu tun hat, dass das eigene Leben nicht spannend verläuft. Das wurde zumindest verneint und das „bitching“ auf andere Gründe geschoben. Sich über Dinge aufzuregen und ihnen einen gewissen Fokus zu geben bringt vielleicht auch Emotionen ins Leben. Eine Rückmeldung die ich noch bekommen habe war, dass es nicht immer auffällt, dass man meckert. Wenn es dann plötzlich zu viel wird, kriegt man es dann mit.

Ich habe richtig gemerkt, dass sich durch meine Brustkrebserkrankung alias Schakeline auch meine Sichtweise verändert hat. Mit dem Tod im Nacken hört man auf sich über jeden Kleinkram aufzuregen. Man ist aber auch schnell mit vielen Dingen überfordert und ich bin immer noch dafür dankbar so manchem Konflikt aus dem Weg gehen zu können. Am Anfang meiner Diagnose waren es vor allem die Nachrichten und die aktuellen politischen Ereignisse. Die ziehen einen so runter, damit wollte ich mich nicht beschäftigten.

Während das Leben also tatsächlich auf mich herunter schrumpft wird mir gleichzeitig bewusst wie unfair das Leben und die Menschheit ist. Manche Dinge kann ich und will ich dann einfach nicht bearbeiten. Wenn wirklich die Kacke am Dampfen ist, dann kommt man erst gar nicht dazu sich über x,y,z aufzuregen, weil man gar nicht die Energie dafür hat!

Bis morgen!

Eure Onko

 

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4 Antworten zu Challange Day #2: Alles hat zwei Seiten

  1. fraggle schreibt:

    Die Fähigkeit, mich aufregen zu können, auch über Nachrichten und aktuelle politische Ereignisse, ist ein Grundpfeiler zur Beibehaltung meiner psychischen Gesundheit! 😉 Deshalb falle ich auch von Anfang an als Teilnehmer der Challenge aus. 🙂

    Gefällt 2 Personen

  2. Der Feind in mir schreibt:

    seit dem Brustkrebs rege ich mich auch nicht mehr über Nichtigkeiten auf – die Sicht auf das Leben – und was ist wichtig – hat sich geändert 😀

    Gefällt 1 Person

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