Challange Day #3: Das Nörgeln

Wir kommen heute zum Kernpunkt der Challange, dem Nörgeln. Ich habe überlegt von der Definition aus weitere Fragen zu beantworten aber auch zu hilfreichen Tipps zu kommen, die ich in meinem Leben bewusst und unbewusst anwende. Es kann hier auch kritisch diskutiert werden ob das Nörgeln nun tatsächlich so schlimm ist wie viele anscheinend sagen und wahrnehmen.

Laut Duden ist Nörgeln

  1. mit nichts zufrieden sein und daher (ständig) mürrisch und kleinlich Kritik üben
  2. an jemandem oder etwas griesgrämig und kleinlich Kritik üben

Interessant ist aber auch die englische Bedeutung des Wortes Nörgeln, dass sich in viele Unterschiedliche Namen aufteilt. (Siehe dict.cc)

to nag:

klingt für mich auch nach etwas das nagt ob bei sich oder an den Dingen des Anderen.

to crab:

ebenfalls ein Wort das mir sehr unsympathisch erscheint weil crab auch Krebs heißt 😀 Und der Krebs steht bei mir auf Kriegsfuß- verständlich oder?!

Dann gibt es noch to grizzle, to carp oder to grumble. Es sind alles Wörter die etwas kaputt machen. Sei es in kleine Stücke, in Streifen oder in Staubkörnchen.

Wenn wir dann noch die die Bedeutung des Dudens mit den Übersetzungen via dict.cc zusammenfassen, dann bedeutet dies im Wortlaut, dass die Person:

dauerhaft mit nichts zufrieden ist und entweder sich selbst oder andere mit seiner Kritik kaputt macht. 

Klingt ehrlich gesagt scheiße, so dauerhaft schlecht drauf zu sein, dass man an allem und jedem etwas auszusetzen hat. Es klingt aber auch sehr anstrengend und ziemlich deprimierend. Hierbei muss man auch vom Depressiven differenzieren ich kenne unter meinen Freunden keinen Depressiven der herum Nörgelt. Oder verdränge ich das? (Ein weiterer #punkt in meiner Challange)

Es ist also mehr als nur unnütze Kritik loszuwerden. Es ist da auch eine Sichtweise auf das Leben, die stellenweise tatsächlich Leiden schafft. Wenn nicht bei demjenigen der Nörgelt sondern die Außenstehenden, die das Genörgele erdulden müssen.

Was ist also die LEIDENSCHAFT DES NÖRGLERS? 😀  (weiterer #Punkt?!)

Ich habe via Twitter eine interessante Rückmeldung bekommen. Ein Tweeter sagte mir, dass das Nörgeln sogar irgendwann selbst genervt hat und sich diese Person sogar in einer Abwärtsspirale der Lebensfreude befand!

Wenn ich also das Nörgeln unter der Definition des Dudens betrachte, dann bringt das Nörgeln keine Steigerung in eine bessere Situation, eher im Gegenteil. Ich persönlich empfinde es auch so, dass man sich keine direkte Handlungsfähigkeit etwas zu ändern oder zu empfinden zugesteht, wenn man nörgelt. Denn häufig bleibt durch das Meckern und Nörgeln die Ursache unbehandelt. Es ist sozusagen ein Symptom-Kommentar dessen Hintergrundfarbe aschgrau oder ka**braun ist. (räusper)

Wenn ich mich an mein Nörgeln erinnere dann daran, dass mich ein Verhalten einer Person genervt hat und ich sie gerne geändert haben wollte. Auf das Wie und Warum bin ich aber nie eingegangen. Offen Kritik anzusprechen war für mich lange ein Tabu! Es hat mich gestört, dass es nicht nach meinem Chema abläuft. Ich möchte auch noch an meiner These festhalten, dass das Nörgeln daher rührt, dass man generell unzufrieden mit seinem Leben ist und da anscheinend nicht viel passiert. Das fanden aber Laut Umfrage nur 22% was auf 9 Teilnehmer gerade mal eine Person angiebt. 😀 Also die statistische Umfrage ist nicht validierbar.

Doch dann kommt ein netter Blogger auf mich zu und schreibt dann plötzlich in diesen Kommentar:

Die Fähigkeit, mich aufregen zu können, auch über Nachrichten und aktuelle politische Ereignisse, ist ein Grundpfeiler zur Beibehaltung meiner psychischen Gesundheit! 😉 Deshalb falle ich auch von Anfang an als Teilnehmer der Challenge aus. 🙂

Gibt es da doch ein Nörgeln von dem ich nichts wusste?

Morgen mehr!

Eure Onko

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3 Antworten zu Challange Day #3: Das Nörgeln

  1. fraggle schreibt:

    Vielen Dank fürs zitieren. 😉

    Gefällt 1 Person

  2. Der Feind in mir schreibt:

    mich nerven ewige Nörgler, deshalb schliesse ich solche Menschen aus meinem Leben aus. Oder weise sie ziemlich klar darauf hin, dass sie nicht nur sich sondern auch ihre Umwelt nerven. Und mein Leben ist mir zu schade, um mich mit nörgeln zu befassen. 🙂

    Gefällt 1 Person

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