Challange day #7: Raum für Kritik

Das wichtigste meiner Meinung nach um das Nörgeln zu beenden ist Raum für Kritik zu haben. Das gilt auch dafür, in seinem eigenen Leben Kritik geben und annehmen zu können.

In meinem Leben gehörte eine Zeitlang Kritik nur zu meiner Arbeit dazu. Am Anfang war es etwas, dass meine Arbeit bewertete. Mein Abschneiden in Gut, mittelgut oder schlecht befand- Punkt. Es sagte häufig, dass ich etwas schlecht mache, in etwas schlecht bin oder eben nicht richtig gemacht habe. Das Problem danach war, dass niemand mir erklärte wie man mit Kritik umgeht. Klar musste ich etwas ändern aber wie genau und was? Vor allem war die Frage, wie nimmt man Kritik nicht persönlich? Je mehr Kritik man bekam um so schlechter war man ja auch.

Häufig habe ich das was ich tue mit dem was mich ausmacht und bin gleichgesetzt. Ein fataler Fehler! Denn die Dinge die ich tue stellen zwar mein Handeln dar, doch machen diese nicht mein gesamtes Wesen aus. Das Handeln, Denken und Reden sind Produkte des Ganzen, die wir VERÄNDERN können. Ich habe lange gebraucht um mein Handeln und meine Dinge für die ich Stehe nicht als festgetackert zu empfinden. Sie sind genauso wie ich wandelbar. Das ist tatsächlich auch sehr gut so. Leider macht es einem auch ziemlich Angst wenn man Sicherheiten verliert an die man bisher geglaubt hat. Aber glaubt mir, wenn man manche Vorstellungen kritisch beleuchtet, dann tut es ganz gut sie abgelegt zu haben (Die sind teilweise echt blöd).

Es hat lange gedauert bis ich verstanden habe, dass ich trotzdem gemocht werde auch wenn ich manche Dinge einfach ändern sollte. Diese Sicherheit zu haben ist total wichtig.

Ein weiteres Problem. dass ich hatte und teilweise noch habe ist, Kritik geben zu können. Schließlich kritisiert man doch nicht seinen Partner oder seine Freunde! Wo komme ich denn da hin? Man sagt nicht, was einem stört, schließlich ändert man ja auch nichts am Partner. Man nimmt ihn so wie dieser ist und wenn es nicht mehr passt dann trennt man sich eben. Oder man schluckt es einfach runter und sagt sich dass das eben dazu gehört. Das ist doch ehrlich gesagt ziemlich verkorkst. Ich bin auch mit einem Bild aufgewachsen, dass Kritik und Dinge die einem am Partner stören nicht offen ausgesprochen worden. Konflikte wurden nie gelöst. Die Angst vor dem Unbekannten ist sehr groß. ich habe immer eine Sanktion oder etwas erwartet obwohl nichts aus dieser Richtung kam.

Genau das habe ich aufgegeben und bin noch dabei. Es ist befreiend, offen zu sagen was einen am Verhalten des Anderen stört. Ich habe lang dafür gebraucht nicht alles runter zu schlucken. Häufig habe ich mich dabei ertappt solche Konflikte so schnell es geht zu verdrängen. Wenn mich jemand fragte was mich an meinem x,y,z stört konnte ich und kann es tatsächlich heute immer noch nicht gut spontan sagen. Mir ist nicht lange aufgefallen, dass mich etwas stört. Das passiert mir stellenweise immer noch. Aber das Gefühl und die Sicherheit zu haben, dass ich am Abend und in Ruhe äußern kann was mich stört oder belastet ist ein großer Punkt der mir ermöglicht das Nörgeln sein zu lassen und die Kritik anzusprechen.

Wichtig bei aller Kritik ist aber auch, Vorschläge zu einer Verbesserung anzubieten. Nicht einfach drauf los kritisieren, sondern auch auszuformulieren was einen wie stört und wie man sich das wünscht.

Auf ein Neues!

Eure Onko!

 

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