Abenteuer Großstadt: Onko beim German Masters Snookerturnier

Tempodrom BerlinIch habe es geschafft! Ich bin zurück aus Berlins Großstadtdschungle und nein! Ein Snookerturnier ist kein Wettstreit zwischen den am besten Schnorchelnden, die es schaffen ihren Wecker bis zu zehn Mal auszustellen- Ich würde hier alle in Grund und Boden spielen!- Vielmehr handelt es sich um eine Variante des bekannten Präzisionssport Billard!

20180131_135855Im Vergleich zu dem gängigen Billardspiel, ist Snooker grundlegend verschieden. Angefangen mit der doppelten Größe des Tisches (3556 mm × 1778 mm)  und einem anderen Farbenspiel der Bälle ( 15 Rote, je eine Weiße, Pinke, Blaue, Grüne, Braune und Schwarze) zeichnet sich dieser Sport vor allem wegen der Disziplin, Regelkonformität aber auch Eleganz und Ehrlichkeit aus.

In den vergangenen zwei Jahren bin ich zu den Menschen mutiert, die gerne vor dem Fernseher sitzen und Sportprogramme schauen. Wenn ich schon nicht selbst Skispringen, Snooker spielen oder 100Meter in 12 Sekunden laufen kann (selbst ohne meine Metahasen könnte ich das nicht), dann kann ich eben leidenschaftlich an der Mattscheibe kleben und den Sportlern zujubeln. Der Snooker ist bereits sporadisch schon viel früher in mein Leben gekommen, da habe ich noch in einem anderen Bundesland gelebt und mein Studium begonnen. 2007/08 müsste das gewesen sein. Seit dem ich aber Therapie bedingt, die Vorzüge meines Sofas und des Fernsehprogramms kennenlernen durfte, habe ich vermehrt diesen spannenden und entspannenden Sport genießen können. Neben den Top Spielern in ihrem vornehmen und eleganten Kleidungsstil macht das Zuschauen deshalb so Spaß, weil auch die Kommentation und die dazugehörige Community (#147sf) mitreißend ist.

So war es, in den Zeiten des Sagenumwobenen und teils verschrienen Twitters, dass der Große Sprecher des Snookers, mich über die Community auf der „Zwitscher“plattform aufmerksam machte. Rolf Kalb so heißt der deutsche Kommentator auf Eurosport, der mit seiner Moderation tatsächlich Snooker-Neulinge, so in den Bann zieht, dass sie tatsächlich in Bewegung setzen um Live dabei zu sein. *Auf mich zeig*

Natürlich hieß es sich zuvor durch den Straßendschungel zu schlagen. Bei jedem S- und U-Bahn-Ausgang erst einmal in die falsche Richtung laufen und vergeblich einen Sparkassenautomaten suchen. Es war schon ziemlich stressig, hatte ich derweilen das Gefühl die Tramm, S Bahn oder was auch immer alles in einer Großstadt herum fährt, zu verpassen oder beklaut zu werden. Natürlich stand ich dann auch in der Rush Hour zusammen gedrängt und wusste nicht wohin mit meinen Händen.

20180131_155426Da saß ich also erschöpft aber freudig, am Eröffnungstag des German Masters mit meiner zweiten Hälfte in den Zuschauerrängen und konnten es kaum fassen: endlich dabei! Ich hätte es mir schon etwas voller vorgestellt. Aber was soll ich auch erwarten am ersten Spieltag, mitten unter der Woche. Um 14 Uhr ging es dann los. Rolf Kalb stand plötzlich unten zwischen den Snookertischen und kündigte die kommenden Spieler und die zugehörigen Schiedsrichter/innen an. (OH GOTT ROLF KALB LIVE!)  Zu dem Zeitpunkt hoffte ich noch die Kommentation irgendwie mit zu bekommen, doch leider war just an diesem Tag die Technik nicht richtig im Gang. Drei Tische wurden von je zwei Spielern besetzt. Den Tisch mit Ding Junhui gegen Michael Georgiou habe ich mir am besten ansehen und merken können. Ich hatte das Gefühl, dass meine Augen Probleme dabei hatten die Tische und Bälle richtig zu fokussieren- ich vermute das lag am Licht. Ding hatte an dem Tag gewonnen und mich ziemlich begeistert. Ich habe glaube alle Interviews vor Ort verpasst und auch kein Autogramm ergattert. So als Newbie hat man es nicht so leicht. 😀

Meine Tage nach dem Snooker, gingen so schnell vorbei und waren dann auch so anstrengend, dass ich die Zusammenstellung der Spieler und die Punkte wieder vergessen habe :(. Mir ist aber auf jedenfall in Erinnerung geblieben, dass die Stimmung zu dem Zeitpunkt schon sehr toll war, ich mit jedem weiteren Tag noch viel, viel neidischer auf die Besucher war die sich immer noch auf dem German Masters befanden und ich U.N.B.E.D.I.N.G.T. noch ein weiteres mal, dann auch über mehrere Tage nach Berlin fahren muss. 😀 Ich habe Snookerluft geschnuppert!

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Ich habe mir eine Pinke Snookerkugel gekauft, die ich nächstes Jahr unterschreiben lassen will- von wem ist mir tatsächlich nicht so wichtig.  Eigentlich würde sich diese Pinke Kugel wunderbar als Awareness-Projekt für an Brustkrebs erkrankte Frauen eignen. ;-). Dann möchte und würde ich gerne ein paar Leute aus der Twittercommunity treffen, die mir nun auch schon eine weile Folgen :D. Das wäre ebenfalls megaaffengeil 😀

Liebe Grüße

Eure Onko

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