Raum 0. Diagnose

„Es ist leider bösartig. Sie haben Brustkrebs.“

Eine Diagnose, die einen umhaut aber nicht auf Dauer bewegungsunfähig lässt. Für mich war der Weg zur Diagnose schwerer als das Ergebnis selbst. Das Warten, Bangen und Hoffen strapaziert die Nerven sehr. Zumindest war es bei mir so, denn mit einer Diagnose egal ob positiv oder negativ, kommt auch ein Weg den man gehen kann. Eine Perspektive!

Bei mir wurde Ende Juni/ Anfang Juli 2015 Brustkrebs diagnostiziert. Um sicher zu stellen ob es sich um Krebszellen handelt wurde bei mir, neben anderen Verfahren, eine Biopsie durchgeführt.

Mein Tumor gehört zu den aggressiven Formen, welcher sich in einem sehr frühen Stadium, der Zellteilung, teilt. Er war sehr groß ein T3, also mehr als 5 cm. Um genau zu sein, Schakeline war ungefähr 13×10 cm groß. Ich hatte mehrere diffuse Knoten die in meinen Milchdrüsenlappen waren. Es gab somit mehrere Herde die sich gebildet hatten aber sich schwer von einander differenzierten. Zusätzlich wurde mein Tumor durch das Hormon Östrogen unterstützt. Das Hormon ist für den Wachstum der Brust zuständig (Was normal ist). An jeder Tumorzelle befand sich ebenfalls ein Hormonrezeptor (einfach: Stäbchen), an dem sich das Hormon andockt und die Zelle zum Wachsen anregt. Das kann bei Brustkrebs sehr unterschiedlich ausfallen. Manche Patientinnen haben mehrere Rezeptoren an den Tumorzellen oder gar keine. Hormone lassen keinen Tumor entstehen. Wann, wie und warum ein Tumor entsteht ist noch nicht ganz geklärt.

Zusätzlich wurde ein genetischer Test durchgeführt. Die Genetik untersucht anhand des Blutes die Gene bei denen der häufigste Defekt für Brustkrebs entsteht. Auf Fachchinesisch sind dies BRCA1 und BRCA2 (BRCA= Breast Cancer/Brustkrebs). Der Test brachte zu Tage, was die meisten Ärzte vermuteten, dass es vererbt ist. Ich habe im BRCA1 Mutationen an meinen Anti-Tumor-Genen. Die Anti-Tumor-Gene sind die Reperatur-Gene, oder die Aufräum-Polizei, wenn die Brustzellen außer Kontrolle geraten. Die Zellen werden beobachtet und wenn sie sich zu schnell teilen gestoppt. Sind aber die Reperatur-Gene kaputt können sie das nicht mehr unterbinden.

Während der ganzen Verfahren wurden Metastasen ausgeschlossen- Ich erwarte also noch ein Happy After!

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